Riboflavin (Vitamin B2) spielt eine wichtige Rolle für Redox-Reaktionen, die von besonderer Bedeutung für den Energiestoffwechsel sind. Bei diesen Prozessen werden in den Mitochondrien – den Kraftwerken der Zelle – Elektronen von einem Ort zu einem anderen Ort transportiert. Flavin-Co-Enzyme – FAD (Flavinadenindinukleotid) und FMN (Falvinmononukleotid) –nehmen bei diesen biochemischen Prozessen Elektronentransportaufgaben wahr. FAD ist dabei ein wichtiger Partner im Elektronentransport in der Atmungskette. Diese Flavin-Co-Enzyme sind von großer Bedeutung für die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen – des Weiteren für den Pyridoxin-, Niacin-, Folsäure- und Vitamin K-Stoffwechsel.
Riboflavin ist auch bedeutungsvoll für die Regeneration des „Glutathionsystems“, das eine zentrale Stellung im „antioxidativen Netzwerk“ des Körpers einnimmt: Die Glutathionreduktase ist ein FAD-abhängiges Enzym, das die Reduktion und damit die Regeneration des Glutathions vornimmt.
Die Glutathionperoxidase – ein Selen-haltiges Enzym – benötigt zwei Moleküle Glutathion, um ein aggressives Sauerstoffmolekül, wie das Hydroperoxid, aufzuspalten beziehungsweise zu neutralisieren.
Achtung!
Der Gutathion-Redox-Zyklus ist einer der wichtigsten Zyklen zum Schutze des menschlichen Körpers vor aggressiven Sauerstoffmolekülen wie Hydroperoxid.
Riboflavin-Mangel geht somit einher mit oxidativem Stress!
Beteiligung am wichtigen Cytochrom-P450-Monooxigenasesystem (Xenobiotika-Entgiftung).
Xanthinoxidase, ein anderes FAD-abhängiges Enzym, unterstützt die Oxidation des Hypoxanthin und Xanthin zu Harnsäure.
Achtung!
Harnsäure ist eines der wichtigsten und wirksamsten wasserlöslichen Antioxidatien im Blut. Riboflavin-Mangel geht einher mit einer verringerten Aktivität des Enzyms Xanthinoxidase und führt damit zu erniedrigten Harnsäurewerten im Blut.













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