Funktionen
Arginin

Bei der Aminosäure Arginin handelt es sich um eine semi-essentielle Aminosäure.

Für Neugeborene ist die Aminosäure Arginin essentiell, da in diesem Lebensalter die eigene Herstellung noch nicht möglich ist. Vom erwachsenen Menschen kann diese im Körper hergestellt werden, das heißt für Erwachsene ist Arginin nicht essentiell.

Arginin ist an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt. Es fördert unter anderem die Ausschüttung des Wachstumshormons aus der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und trägt somit zum Muskelaufbau bei. Das Wachstumshormon (STH) gilt als ein wichtiges Regenerations- und Anti-Ageing-Hormon.

Weiterhin nimmt Arginin eine wichtige Rolle im Gefäßsystem ein. Als Vorläufer von endogenem Stickstoffmonoxid (NO = Endothelium Derived Relaxing Factor) ist Arginin an vielseitigen regulatorischen Abläufen wie beispielsweise der Entspannung von Blutgefäßen beteiligt – es trägt so zu einer Verbesserung der Durchblutung bei. 

L-Arginin kann möglicherweise helfen, Patienten mit Atherosklerose-Risikofaktoren zu behandeln, wie Rauchen, Hypercholesterinämie (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut), Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus, Nierenversagen, Hyperhomocysteinämie (erhöhte Blut-Konzentrationen von Homocystein) und Alterung, alles dieses sind Bedingungen, die mit einer reduzierten NO-Biosynthese assoziiert sind [1-5]. Dieses führt wahrscheinlich bei diesen Patienten zu einer Verbesserung der Endothelfunktion.

Literatur

  1. Creager M, Gallagher S, Girerd X, Coleman S, Dzau V, Cooke J: L-Arginine improves endothelium-dependent vasodilation in hypercholesterolemic humans. J Clin Invest. 1992;90(4):1248-1253. doi: 10.1172/JCI115987. 
  2. Clarkson P, Adams M, Powe A, Donald A, McCredie R, Robinson J, McCarthy S, Keech A, Celermajer D, Deanfiel J: Oral L-Arginnine improves endothelium-dependent dilation in hypercholesterolemic young adults. J Clin Invest. 1996;97(8):1989-1994. doi: 10.1172/JCI118632.[
  3. Pieper G, Siebeneich W, Dondlinger L: Short-term oral administration of L-arginine reverses defective endothelium-dependent relaxation and cGMP generation in diabetes. Eur J Pharmacol. 1996;317(2-3):317-320. 
  4. Adams M, McCredie R, Jessup W, Robinson J, Sullivan D, Celermajer D: Oral L-Arginine improves endothelium-dependent dilatation and reduces monocyte adhesion to endothelial cells in young men with coronary artery disease. Atherosclerosis. 1997;129(2):261-269. doi: 10.1016/S0021-9150(96)06044-3. 
  5. Lerman A, Burnett J, Higano S, McKinley L, Holmes D: Long-term L-Arginine supplementation improves small-vessel coronary endothelial function in humans. Circulation. 1998;97(21):2123-2128. doi: 10.1161/01.CIR.97.21.2123. 
     
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