Glutamin
Interaktionen von Glutamin mit anderen Wirkstoffen (Mikronährstoffe, Nahrungsmittel):
Kohlenhydratarme Diäten
Über die Gluconeogenese (Stoffwechselweg zur Neusynthese von Glucose) kann der menschliche Körper den Glucosespiegel (Blutzuckerspiegel) bei Kohlenhydratmangel stabilisieren. Bei kohlenhydratreduzierten Diäten wird so das menschliche Gehirn über die Neubildung von Glucose mit Energie versorgt. Hierfür wird in der Leber aus den glukoplastischen Aminosäuren Glutamin und Alanin Glucose hergestellt. Aus diesem Grund wird Glutamin auch als „brain-food“ bezeichnet. Studien ergaben: Bei Personen, die Glutamin zusätzlich zu einer kohlenhydratarmen Kost einnahmen, konnte eine bessere geistige Vitalität, eine geringere Ermüdung und bessere Laune festgestellt werden.
Vitamin B6-Mangel oder „China-Restaurant-Effekt“
Bei einigen Menschen kommt es besonders nach dem Genuss einer Mahlzeit im China-Restaurant oder auch nach dem Genuss von Fertig-Suppengewürzen zu Brechreiz, Vertigo (Schwindel) und Cephalgie (Kopfschmerzen). Diese Symptome – zusammengefasst zum „China-Restaurant-Effekt“ – werden ausgelöst durch den hohen Gehalt an Glutaminsäure in der asiatischen Küche – beispielsweise in Sojasoße, heute aber auch in Maggi® o. ä.. Diese Symptome treten nur bei Personen mit Vitamin-B6-Mangel auf. Die Gabe von Vitamin B6 schützt vor allen Symptomen des „China-Restaurant-Effektes“. Heute weiß man, dass das „China-Restaurant-Syndrom“ vordergründig durch bestimmte Rezeptoren im Ösophagus (Speiseröhre) ausgelöst wird, die auf die hohe Glutaminsäurekonzentration ansprechen.
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