Antioxidantien-Test –
d-ROMs- und BAP-Test
Freie Radikale (oxidativer Stress)

Die moderne Labordiagnostik ermöglicht sowohl die Früherkennung von Erkrankungen als auch eine rechtzeitige Therapie und trägt somit zu Ihrer Gesundheit bei.

Eine einfache Blutuntersuchung kann Gewissheit über das Gleichgewicht zwischen der oxidativen Belastung durch freie Radikale und des antioxidativen Potentials liefern:

d-ROMs-Test: Test auf oxidativen Stress.
Der d-ROMs Test zeigt die Höhe der Belastung durch freie Radikale an und liefert Informationen über den allgemeinen Gesundheitsstatus des Körpers. Ein Status, der weitgehend vom Rhythmus der biologischen Oxidation abhängig ist. Die Werte des d-ROMs-Tests sind ein untrüglicher „Spiegel“ von oxidativen Prozessen und liefern Informationen über die Rate des physiologischen Alterungsprozesses.

BAP-Test: Biologisches antioxidatives Potential.
Der BAP-Wert gibt Auskunft über den Zustand des körpereigenen, antioxidativen Abwehrsystems gegen freie Radikale. Der Test weist nach, wie gut der Körper in der Lage ist, freie Radikale unschädlich zu machen, um sich so vor Schädigungen zu schützen. Gleichzeitig wird ein eventueller Mangel an Antioxidantien festgestellt.

© Bioradicals GmbH 2008


d-ROMs-Test: Freie Radikale, meist Sauerstoffradikale, reagieren im Körper mit organischen Molekülen, dabei entstehen als Nebenprodukte so genannte ROMs (Reactive Oxygen Metabolites). ROMs sind relativ stabiler als ihre Vorläufer, die freien Radikale und besitzen ein mittleres oxidatives Potential. Einen Hauptbestandteil der ROMs bilden Hydroperoxide, die aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften mit dem d-ROMs Test bestimmt werden können. Diese generieren in Gegenwart eines Übergangsmetalls, welches als Katalysator wirkt wiederum freie Radikale, welche zur Messung mit einem Chromogen „ eingefangen“ werden. Auf Basis der erhältlichen wissenschaftlichen Literatur wurde der d-ROMs-Test, im Kontext mit seiner Bestimmung, in nahezu allen relevanten Feldern der Humanmedizin geprüft.

BAP-Test: Der BAP-Test erlaubt eine zuverlässige Bestimmung des antioxidativen Potentials, des Teils der Plasmabarriere, der von einer Oxidation direkt betroffen ist, bedingt durch seine involvierten Reduktions-/Oxidationspotentiale unter „physiologischen“ Bedingungen.
Im Blut garantiert die sogenannte antioxidative Plasmabarriere eine Abwehr gegen schädliche Angriffe durch reaktive Spezies und insbesondere gegen freie Radikale. Diese Barriere besitzt sowohl exogene – z. B. Vitamin C, E, Carotinoide, Bioflavonoide etc.
als auch endogene z. B. Proteine, Bilirubin, Harnsäure, Cholesterol, GSH etc. Komponenten. Jede dieser Komponenten besitzt ihr eigenes antioxidatives Potential (oder Kapazität). Abhängig von ihrem Reduktions-/Oxidationspotential können sie auf unterschiedliche Weise den Angriffen reaktiver Spezies entgegenwirken. Eine solche Kapazität ist verknüpft mit der Fähigkeit einzelner Komponenten aus der Plasmabarriere so genannte Reduktionsäquivalente an freie Radikale abzugeben – das heißt entweder Elektronen oder H-Atome – und damit eine Dissoziation von H-Atomen aus Biomolekülen, welche eine radikalische Kettenreaktion auslösen zu unterbinden. Tatsächlich kann jede Verletzung der „antioxidativen Plasmabarriere“ eine oxidative Schädigung der Zellen und des Gewebes zur Folge haben.

 

Literatur

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