www.dgf-tv.de

Naringenin
Funktionen
Naringenin gehört zur Gruppe der Flavanone. Es ist vor allem in Citruspflanzen wie Grapefruit und Orange zu finden. Als Glykosid liefert es Bitterstoffe, beispielsweise Narangin, das für den bitteren Geschmack von Grapefruit verantwortlich ist. Nach der Aufspaltung im Magen entsteht daraus im Darm das Naringenin.  

Naringenin hat folgende Besonderheiten

  • Hohe Bioverfügbarkeit, das heißt nach der Zufuhr lassen sich im Blut hohe Konzentrationen der Wirkstoffe messen
  • Fettlöslich hohe Konzentrationen sind in den Zellmembranen nachweisbar
  • Antioxidativ fangen Freie Radikale ein beziehungsweise neutralisieren aggressive Sauerstoffmoleküle/-verbindungen (Superoxid; Hyperoxyl-Radikale)
  • DNS (Erbinformationen) Schutz
  • Anregung der Bildung  von Phase-II-Enzymen diese Enzyme wirken entgiftend auf einige Toxine und Chemikalien
Aus experimentellen Studien und Tierversuchen können möglicherweise weiterhin folgende positive Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen abgeleitet werden.

Schutz vor Tumorerkrankungen.
Es wurde eine Stimulation der DNA-Reparatur bei Prostatakarzinomzellen [1] sowie eine Hemmung der Signalwege bei Magenkarzinomzellen [2] beschrieben.

Antivirale und antiparasitäre Aktivität. Es zeigte sich eine Wirksamkeit von Naringenin gegen Herpes Simplex Typ I und II [3], Cryptosporidium parvum and Encephalitozoon intestinalis [4] sowie die Amöbenform Dictyostelium discoideum [5]. Entzündungs- und schmerzhemmende Aktivität [6].

Schutz vor kardiotoxischen Medikamenten – Medikamente, die schädlich für das Herz sind.  In einer Studie an Herzmuskelzellen von Ratten übte Naringenin einen zytoprotektiven Effekt gegenüber der Exposition mit dem Chemotherapeutikum Daunorubicin aus, d. h. das Überleben der Herzmuskelzellen konnte signifikant gesteigert werden [7].

Verhinderung der Entstehung von Leberzirrhose. In einer Tierstudie an Ratten übte Naringenin einen schützenden Effekt auf die Entstehung einer sogenannten Leberfibrose – Merkmal der Leberzirrhose – aus [8].

Neuroprotektiver Effekt
.
In einem Parkinson-Modellversuch an Ratten konnte eine vorherige Naringenin-Infusion die Zellen der Substantia nigra vor dem Neurotoxin 6-OHDA (6-Hydroxydopamin) schützen. Begründet wird dies einerseits durch die Möglichkeit von Naringenin, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und andererseits durch den Schutz vor Oxidativem Stress [9].  

Literatur  
  1. Gao K, Henning SM, Niu Y, Youssefian AA, Seeram NP, Xu A, Heber D.
    The citrus flavonoid naringenin stimulates DNA repair in prostate cancer cells.
    J Nutr Biochem. 2006 Feb;17(2):89-95. Epub 2005 Jun 20.
  2. Lee JH, Park CH, Jung KC, Rhee HS, Yang CH.
    Negative regulation of beta-catenin/Tcf signaling by naringenin in AGS gastric cancer cell.
    Biochem Biophys Res Commun. 2005 Sep 30;335(3):771-6.
  3. Lyu SY, Rhim JY, Park WB.
    Antiherpetic activities of flavonoids against herpes simplex virus type 1 (HSV-1) and type 2 (HSV-2) in vitro.
    Arch Pharm Res. 2005 Nov;28(11):1293-301.
  4. Mead J, McNair N.
    Antiparasitic activity of flavonoids and isoflavones against Cryptosporidium parvum and Encephalitozoon intestinalis.
    FEMS Microbiol Lett. 2006 Jun;259(1):153-7.
  5. Misty R, Martinez R, Ali H, Steimle PA.
    Naringenin is a novel inhibitor of Dictyostelium cell proliferation and cell migration.
    Biochem Biophys Res Commun. 2006 Jun 23;345(1):516-22. Epub 2006 Apr 25.
  6. Orhan DD, Kupeli E, Yesilada E, Ergun F.
    Anti-inflammatory and antinociceptive activity of flavonoids isolated from Viscum album ssp. album.
    Z Naturforsch [C]. 2006 Jan-Feb;61(1-2):26-30.
  7. Mojzisova G, Mirossay L, Kucerova D, Kyselovic J, Mirossay A, Mojzis J.
    Protective effect of selected flavonoids on in vitro daunorubicin-induced cardiotoxicity.
    Phytother Res. 2006 Feb;20(2):110-4.
  8. Liu X, Wang W, Hu H, Tang N, Zhang C, Liang W, Wang M.
    Smad3 specific inhibitor, naringenin, decreases the expression of extracellular matrix induced by TGF-beta1 in cultured rat hepatic stellate cells.
    Pharm Res. 2006 Jan;23(1):82-9. Epub 2006 Dec 14.
  9. Zbarsky V, Datla KP, Parkar S, Rai DK, Aruoma OI, Dexter DT.
    Neuroprotective properties of the natural phenolic antioxidants curcumin and naringenin but not quercetin and fisetin in a 6-OHDA model of Parkinson's disease.
    Free Radic Res. 2005 Oct;39(10):1119-25.

Weitere Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung und Lebensweise erhalten Sie von Ihrem Arzt in Ihrer Nähe.




     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.

DocMedicus Suche

.
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus          
Gesundheitsportal

DocMedicus Gesundheitslexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Gesundheit, Prävention, Impfen, Labordiagnostik, Medizingerätediagnostik,medikamentöse Therapie, Operationen und Gesundheitsleistungen DocMedicus Zahnlexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Zahngesundheit und Zahnästhetik etc. DocMedicus Beautylexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Haut, Pflege, Hautveränderungen, Ästhetische Medizin, Lasertherapie, Ernährung und Vitalstoffe etc.
 
Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin
Weitere Informationen für den Partner
Copyright © DocMedicus Gesundheitsportal der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.