Mangan ist ein Spurenelement, das sowohl essentiell, das heißt lebensnotwendig ist, als auch eine hohe Toxizität (Giftigkeit) hat. Dieses bedeutet, dass Mangan stets ausreichend zugeführt werden muss, aber niemals in höheren Dosen eingenommen werden darf.
Mangan spielt eine wichtige Rolle in vielen Stoffwechselprozessen des menschlichen Körpers als Aktivator von Enzymen und als Bestandteil von Enzymen:
Zahlreiche Mangan-aktivierte Enzyme spielen eine wichtige Rolle im Kohlenhydrat-, Aminosäure- und Cholesterin-Stoffwechsel sowie in der Glukoneogenese – die Herstellung von Glucose aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorläufern – und im Harnstoff-Stoffwechsel – wichtig für die Entgiftung von Ammoniak. Des Weiteren ist Mangan ein bevorzugter Cofaktor des Enzyms Glykosly-Transferase, welches notwendig ist für die Herstellung von Proteoglykanen, die von großer Bedeutung für die Bildung von Knorpel und Knochen sind – und damit für deren Gesundheit.
Mangan ist Bestandteil der Mangan Superoxid Dismutase (MnSD), dem wichtigsten antioxidativen Enzym in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle. Da über 90 % des Sauerstoffs, der in den Zellen benötigt wird, in den Mitochondrien verbraucht wird, erklärt sich die besondere Bedeutung dieses Enzyms: Es überführt die bei der Oxydation entstehenden Superoxid-Radikale in Wasserstoffperoxid, welches durch andere Enzyme zu Wasser reduziert und damit entsorgt wird.
Mangan ist von Bedeutung für die Hautheilung und -regeneration: Es wird benötigt für die Herstellung der Aminosäure Prolin, die wiederum für die Kollagenbildung in den Hautzellen wichtig ist.













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