Mangelsymptome
Selen
Eine Selenkonzentration im Blut unter 80-95 µg/L (1,0-1,2µmol/L) – suboptimaler Selenstatus – führt zu einer Beeinträchtigung der Enzymaktivität der Glutathionperoxidasen (GPx) und der Selenoprotein-P-Aktivität [5] 


Ab einer Selenzufuhr von weniger als 20 µg pro Tag kommt es zu
klinischen Symptomen, wie

  • Macrozytose
  • Pseudoalbinismus
  • Gestreifte Fingernägel
  • Kardio- und Skelettmyopathien (können so stark sein, dass das Gehvermögen eingeschränkt wird) [2]

Zu den typischen Selenmangelsymptomen gehören

  • Anämien
  • Gestörte Spermatogenese (Samenzellbildung)
  • Wachstums- und Knochenbildungsstörungen [3]
  • Beeinträchtigung des Immunsystems – geringe Immunabwehr, erhöhte Anfälligkeit gegen Krankheitskeime, chronische Infekte und Entzündungen [6]

Keshan-Krankheit (endemische Kardiomyopathie)

  • Insbesondere bei Kindern und jungen Frauen
  • Diese Erkrankung kann jedoch nicht als klare Selenmangelkrankheit bezeichnet werden, da neben einem Selenmangel die Infektion mit dem Coxackie-Virus für die Krankheitsentstehung von Bedeutung ist [1]

Kashin-Beck-Krankheit (eine Osteoathropathie)

  • Neben einem Selenmangel stehen als Ursachen für die Entstehung dieser Erkrankung Jodmangel, der Verzehr von Getreide, das mit Mykotoxin-produzierenden Pilzen verunreinigt ist und mit organischen Substanzen sowie Fulvinsäure kontaminiertes Trinkwasser in Diskussion
  • Nach neusten Erkenntnissen verbesserte nicht eine Selensupplementation, sondern eine Gabe von Jod den Zustand der Patienten [4]
  • Tritt vor allem in der frühen Jugend auf und führt zu Deformierungen der Extremitätengelenke [3]

 


Literatur

  1. Beck M.A., Levander O.A., Handy J. (2003)
    Selenium deficiency and viral infection.
    J. Nutr. 133: 1463S-1467S 
  2. Biesalski H.K., Berger M.M., Braetter P., Brigelius-Flohé R., Fuerst P., Köhrle J., Oster O., Shenkin A., Viell B., Wendel A. (1997)
    Kenntnisstand Selen - Ergebnisse des Hohenheimer Konsensusmeetings.
    Akt. Ernähr.-Med. 22: 224-231 
  3. Leitzmann, C., Müller, C., Michel, P., Brehme, U., Hahn, A., Laube, H.
    Ernährung in Prävention und Therapie. 77 2005
    Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG
                                                                                                                              
  4. Moreno-Reyes R., Mathieu F., Boelaert M., Begaux F., Suetens C., Rivera M.T., Neve J., Perlmutter N., Vanderpas J. (2003)
    Selenium and iodine supplementation of rural Tibetan children affected by Kashin-Beck osteoarthropathy.
    Am. J. Clin. Nutr. 78: 137-144 
  5. Thomson C.D. (2004)
    Assessment of requirements for selenium and adequacy of selenium status: a review.
    Eur. J. Clin. Nutr. 58: 391-402
  6. Wenzel, K.-G.
    Spurenelemente.
    Se1-Se6
    Copyright 1999 

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