Risikogruppen
Phosphor

Zu den Risikogruppen für einen Mangel gehören Personen mit 

  • Unzureichender parenteraler Ernährung [1, 5]
  • Schwerer Malabsorption [1, 5]
  • Chronischem Alkoholismus [1, 5]
  • Übermäßigem Gebrauch aluminiumhaltiger Antazida (Aluminium geht mit Phosphat unlösliche, nicht resorbierbare Verbindungen ein, sodass die Resorption von Phosphat gehemmt wird) [1, 4]
  • Bestimmten Nierenfunktionsstörungen [4, 5]
  • Hyperparathyreoidismus [4, 5]
  • Vitamin D-Mangel [4, 5]
  • X-chromosomaler familiärer Hypophosphatämie (Phosphatmangel; Fehlfunktion der intestinalen und / oder renalen Phosphatcarrier), welche mit Rachitis und Zwergwuchs einhergeht  [4, 5]
  • Verteilungsstörungen (ohne zellulären Phosphatmangel), beispielsweise durch Verlagerung von Phosphor in die Knochen bei gesteigerter Mineralisation oder in die Zellen zur Phosphorylierung von Glucose und Fructose und für die ATP-Synthese – häufig kommt es nach einer Fastenzeit durch Wiederaufnahme von Nahrung oder nach Insulintherapie bei metabolischer Azidose [3]
  • Übermäßiger Eisen-Aufnahme (hohe Eisen-Konzentrationen reduzieren die Bioverfügbarkeit von Phosphor) [5]
  • Übermäßiger Zufuhr von Calcium (bei hoher Calciumzufuhr kommt es zur Komplexbildung, was die Resorption von Phosphor hemmen kann) [2, 4]
  • Erhöhter renaler Phosphatausscheidung (durch Parathormon, Calcitonin, Calciumzufuhr, Östrogene, Thyroxin und eine Azidose) [4]
  • Schwangere, Stillende [1, 5]

Da Phosphor einer der am meisten verbreiteten Vitalstoffe in Lebensmitteln ist und in vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln zugesetzt wird, ist die Versorgung der deutschen Bundesbürger insgesamt ausreichend. Die Zufuhr von Phosphor liegt teilweise sogar über den Bedarfswerten. Zu den Risikogruppen für einen Überschuss – Gefahr einer Hyperphosphatämie (Phosphatüberschuss) – gehören Personen mit

  • Eingeschränkter Nierenfunktion, zum Beispiel bei chronischer Niereninsuffizienz [5]
  • Einer Unterfunktion der Nebennierenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus) [5]



Literatur

  1. D-A-CH 2000 Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE), Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE)
    Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 1. Auflage.Umschau Braus GmbH, Verlagsgesellschaft, Frankfurt am Main  

  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE), Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE)Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 1. Auflage 2000. Umschau Braus Verlag, Frankfurt am Main  

  3. Hartig W. (1994)
    Moderne Infusionstherapie. In: Künstliche Ernährung. 7. vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage.
    W. Zuckerschwerdt Verlag, München, Bern, Wien, New York 
  4. Löffler G., Petrides P.E. (2003)
    Phosphathaushalt. In: Biochemie und Pathobiochemie. 7. Auflage.
    Springer-Verlag, Berlin - Heidelberg - New York, S. 951 
  5. Martindale (1999)
    The complete drug reference. Thirty-third edition. SC Sweetman (Ed.)
    Pharmaceutical Press, London, UK

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