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Interaktionen
Beta-Carotin

Interaktionen mit anderen Wirkstoffen (Mikronährstoffe, Nahrungsmittel):

Wechselwirkungen zwischen den Carotinoiden

Stoffwechseluntersuchungen ergaben, dass bei der Absorption hoher Dosen Beta-Carotin dieses mit Lutein und Lycopin konkurriert, wenn diese innerhalb einer Mahlzeit aufgenommen werden. In klinischen Langzeit-Studien hatte der Konsum hoher Dosen Beta-Carotin jedoch keine nachteilige Wirkung auf den Carotinoid-Serumspiegel.

Nahrungsergänzungsmittel versus Lebensmittel

Im Allgemeinen haben gereinigte Carotinoide in Öl – in Nahrungsergänzungen – eine höhere Bioverfügbarkeit als Carotinoide aus Lebensmitteln. Insbesondere die Bioverfügbarkeit von Beta-Carotin ist in Nahrungsergänzungen wesentlich höher als in Lebensmitteln. Eine Studie zeigt, dass die Bioverfügbarkeit des Beta-Carotin aus Spinat – gegenüber der Bioverfügbarkeit aus gereinigtem Beta-Carotin in Öl, also einer Nahrungsergänzung, nur bei 14% liegt.

Die verhältnismäßig niedrige Bioverfügbarkeit der Carotinoide aus Lebensmitteln ist teils darin begründet, dass diese fest mit den Proteinen der pflanzlichen Matrix verbunden sind. Die Carotinoide aus den grünen Blattgemüse-Sorten sind mit den Chloroplasten, die aus den roten Früchten mit den Chromoplasten verbunden. Feines Zerkleinern, Homogenisieren und Kochen zerstören die pflanzliche Matrix und erhöhen somit die Bioverfügbarkeit von Carotinoiden.

Der menschliche Körper kann Carotinoide nur über den Darm aufnehmen, wenn gleichzeitig Fett vorhanden ist. Eine kleine Menge Fett, schon 3-5 g Fett in einer Mahlzeit, genügen jedoch, um die Absorption der Carotinoide sicherzustellen.

Margarine mit pflanzlichem Sterol

Einige Studien zeigen, dass der regelmäßige Gebrauch von Margarine mit pflanzlichem Sterol eine Abnahme des Carotinoid-Serumspiegel von 10-20% zur Folge haben kann. Bei der zusätzlichen Aufnahme von Carotinoiden aus Früchten oder Gemüse konnte dieser Mangel jedoch ausgeglichen werden.

Alkohol – Tabakkonsum

Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Carotinoid-Stoffwechsel ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt allerdings Hinweise, dass regelmäßiger Alkoholkonsum die Umwandlung des Beta-Carotins zu Retinol hemmt.
In zwei randomisierten Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Einnahme hoher Dosen Beta-Carotin zu einem erhöhten Lungenkarzinomrisiko führt und das dieses Risiko durch zusätzlichen hohen Alkoholkonsum gesteigert wird.

Fettersatzstoff Olestra (Saccharose-Polyester)

Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass der tägliche Konsum von 18 g des Fettersatzstoffes Olestra nach drei Wochen eine Abnahme des Carotinoid-Serumspiegels von 27% zur Folge hatte. Bei Menschen, die lediglich 2 g Olestra täglich zu sich nahmen, konnte mittels einer weiteren Studie nachgewiesen werden, dass sich der Carotinoid-Gehalt des Serums um 15 % verringerte.

     
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