Interaktionen
Zink

Interaktionen von Zink mit anderen Mikronährstoffen (Vitalstoffe):

Folsäure

Die Beziehung zwischen Folsäure und Zink wird kontrovers beurteilt: Die Bioverfügbarkeit von Folat wird möglicherweise durch ein Zink-abhängiges Enzym erhöht. Bei einigen Studien wurde deutlich, dass eine geringe Zinkzufuhr die Folat-Absorption verringerte, andere Studien belegen, dass die zusätzliche Gabe von Folsäure die Verwertung von Zink bei Personen mit niedrigem Zinkstatus beeinträchtigte.

Eine neuere Studie wiederum zeigte, dass weder die zusätzliche Gabe von 800 µg Folsäure/Tag über 25 Tage den Zinkstatus beeinflusste noch eine zusätzliche Zinkzufuhr sich auf die Folat-Verwertung auswirkte.

Calcium

Der Konsum von 890 mg Calcium in Form von Milch oder als Calciumphosphat verringerte bei postmenopausalen Frauen die Zinkabsorption und beeinflusste den Zink-Haushalt, bei jungen Frauen dagegen, die 1.000 mg Calcium/Tag in Form von Calciumcitratmalat zu sich nahmen, wurde die Zinkabsorption oder der Zinkhaushalt nicht beeinflusst. In Verbindung mit Phytinsäure (Phytate) – beispielsweise vorhanden im Getreide – verringert Calcium – durch Bildung unlöslicher Zink-Calciumphytat-Komplexe – die Zinkabsorption.
Für Tannine – beispielsweise vorhanden im Tee – wurde in einigen wissenschaftlichen Studien Gleiches nachgewiesen, dagegen für Oxalate – Rhabarber hat beispielsweise einen hohen Gehalt an Oxalsäure – scheint dieses nicht zu gelten.

Eisen

Im Gegensatz zu einer normalen Eisenaufnahme durch die Ernährung kann die zusätzliche Gabe von Eisen durch eine Nahrungsergänzung in der Dosierung von 38-65 mg elementares Eisen/Tag die Zinkabsorption verringern. Diese Interaktion ist während der Schwangerschaft und der Stillzeit von besonderer Bedeutung, sodass einige Experten Frauen raten, die in dieser Zeit mehr als 60 mg elementares Eisen zusätzlich zu sich nehmen, ebenfalls ein Zinkpräparat zu verwenden. Zum Thema Zufuhr siehe in die Kategorie „Zufuhr“ dieses Lexikons.

Kupfer

Der Konsum von großen Mengen Zink (mehr als 50 mg/Tag) über mehrere Wochen kann die Bioverfügbarkeit von Kupfer herabsetzen. Durch den erhöhten Zinkkonsum wird intestinal vermehrt ein Kupfer-bindendes Protein synthetisiert, das sogenannte Metallothionein. Metallothionein schließt Kupfer innerhalb der intestinalen Zellen ein und verhindert so seine Absorption. Eine normale Zinkaufnahme beeinflusst dagegen die Kupfer-Absorption nicht; ein erhöhter Kupfer-Konsum beeinflusst die Zinkabsorption ebenfalls nicht.


Weiteres

Nahrungsmittel mit einem hohen Phytinanteil – z. B. Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse – vermindern die Resorption von Zink.

     
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