www.dgf-tv.de

Interaktionen
Magnesium
Interaktionen von Magnesium mit anderen Wirkstoffen (Mikronährstoffe, Nahrungsmittel, Arzeimittel):

Vitamin D und Calcium

Die aktive Form von Vitamin D (Calcitriol) kann die intestinale Absorption, das heißt die Aufnahme über den Darm, von Magnesium in geringem Maße erhöhen. Auf der anderen Seite scheint die Magnesiumabsorption nicht calcitriol-abhängig zu sein, im Gegensatz zur Absorption von Calcium und Phosphat.
In den meisten Studien konnte nicht festgestellt werden, dass eine erhöhte Aufnahme von Calcium den Magnesium-Haushalt beeinflusst.
Ein Magnesium-Mangel führt aber zu einem geringen Calcium-Serumspiegel, einer schlechteren Wirkung des Parathormones (PTH) und einer ebenfalls schlechteren Wirkung des Vitamins D.

Zink

Eine Ergänzung der Nahrung mit hohen Dosen an Zink scheint die Absorption des Magnesiums zu behindern. Die zusätzliche Gabe von 142 mg Zink/Tag verringerte bei jungen Männern die Magnesiumabsorption und wirkte sich nachteilig auf das Magnesium-Gleichgewicht (Differenz zwischen Magnesium-Aufnahme und -Verlust) aus.

Proteine

Proteine können möglicherweise die Magnesiumabsorption beeinflussen. In einer Studie wurde festgestellt, dass die Magnesiumabsorption bei Jugendlichen geringer war, wenn weniger als 30 g Protein/Tag und höher war, wenn vermehrt Protein (93 g/Tag) zu sich genommen wurde.

Nahrungsmittel beziehungsweise Nahrungsbestandteile

Nahrungsmittel beziehungsweise Nahrungsmittelbestandteile, die ebenfalls die enterale Magnesiumresorption hemmen:

  • Phytinsäure (Phytate)
  • Oxalate
  • Phosphate
  • Langkettige, gesättigte Fettsäuren
  • Gerbsäure in Kaffee und schwarzen Tee

Diese Nahrungsmittel beziehungsweise Nahrungsbestandteile bilden mit Magnesium bei gleichzeitiger Aufnahme im Darminneren einen schwer löslichen, nicht-resorbierbaren Komplex und vermindern seine Bioverfügbarkeit [1].

In experimentellen Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch die erhöhte Zufuhr von Faserstoffen in der Nahrung die Magnesiumausnutzung verringert wird. Das Ausmaß, in dem Faserstoffe den Magnesium-Status beeinflussen, ist jedoch nicht geklärt.

Zu einer erhöhten Magnesiumausscheidung mit dem Urin kommt es bei:

Arzneimittel

Auch Medikamente – Antazida, Antibiotika und Tetracycline –, eine schwere Diarrhoe (Durchfall) und Resorptionsstörungen bei Lebensmittelintoleranzen oder Magen-Darmerkrankungen reduzieren die enterale Magnesiumaufnahme [1, 2].


Literatur

  1. Leitzmann, C., Müller, C., Michel, P., Brehme, U., Hahn, A., Laube, H.
    Ernährung in Prävention und Therapie. 67 2005
    Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG
  2. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie
    Leitfaden Mikronährstoffe. 248-255
    Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2000
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.

DocMedicus Suche

.
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus          
Gesundheitsportal

DocMedicus Gesundheitslexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Gesundheit, Prävention, Impfen, Labordiagnostik, Medizingerätediagnostik,medikamentöse Therapie, Operationen und Gesundheitsleistungen DocMedicus Zahnlexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Zahngesundheit und Zahnästhetik etc. DocMedicus Beautylexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Haut, Pflege, Hautveränderungen, Ästhetische Medizin, Lasertherapie, Ernährung und Vitalstoffe etc.
 
Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin
Weitere Informationen für den Partner
Copyright © DocMedicus Gesundheitsportal der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.