Versorgungssituation
Magnesium

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhr-Empfehlungen (D-A-CH-Referenzwerte) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich, der in der NVS II ermittelten Nährstoffzufuhr mit den Empfehlungen der DGE lässt erkennen, für welche Mikronährstoffe (Vitalstoffe) in Deutschland häufiger eine Unterversorgung besteht.

Zur Versorgungssituation lässt sich feststellen:

  • 26 % der Männer und 29 % der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Magnesium nicht.
  • Bei den weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) nehmen sogar 56 % nicht genügend Magnesium auf.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 169 mg Magnesium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 42 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen ab 19 Jahren fehlen 126 mg Magnesium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 41 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere ab 25 Jahren haben einen täglichen Mehrbedarf von 10 mg Magnesium gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren ab 25 Jahren einen Fehlbetrag von 93 mg Magnesium pro Tag.
  • Stillende ab 25 Jahren haben einen täglichen Mehrbedarf von 90 mg Magnesium gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden ab 25 Jahren einen Fehlbetrag von 173 mg Magnesium pro Tag.
  • Den am schlechtesten versorgten weiblichen Jugendlichen (14 bis 18 Jahre) fehlen 169 mg Magnesium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 48 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere unter 25 Jahre haben keinen Mehrbedarf an Magnesium gegenüber ihren nicht-schwangeren Altersgenossen. Sie unterliegen jedoch der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren unter 19 Jahren 169 mg Magnesium pro Tag. Den am schlechtesten versorgten Schwangeren von 19 bis 24 Jahren fehlen 126 mg Magnesium pro Tag.
  • Stillende unter 19 Jahren haben einen täglichen Mehrbedarf von 40 mg Magnesium gegenüber nicht-stillenden Altersgenossen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden unter 19 Jahren einen Fehlbetrag von 209 mg Magnesium pro Tag.
  • Stillende zwischen 19 und 24 Jahren haben einen täglichen Mehrbedarf von 80 mg Magnesium gegenüber nicht-stillenden Altersgenossen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden zwischen 19 und 24 Jahren einen Fehlbetrag von 206 mg Magnesium pro Tag.

Da sich die Zufuhr-Empfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann ein individueller Mehrbedarf (z. B. wg. Ernährungsweise, Genussmittelkonsums, Dauermedikation etc.) über den Zufuhr-Empfehlungen der DGE liegen.

     
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