Interaktionen
Riboflavin (Vitamin B2)

Interaktionen von Riboflavin (Vitamin B2) mit anderen Mikronährstoffen (Vitalstoffen):

Vitamin-B-Komplex

Da Flavoproteine in den Metabolismus einiger anderer Vitamine wie Vitamin B6, Niacin und Folsäure eingreifen, wirkt sich ein ausgeprägter Riboflavin-Mangel auf diverse Enzymsysteme aus. Die Umwandlung des natürlich vorhandenen Vitamins B6 zu seiner Co-Enzymform – Pyridoxal 5'-Phosphat (PLP) – erfordert ein FMN-abhängiges Enzym – Pyridoxin 5'-Phosphat-Oxidase (PPO).
Wissenschaftliche Studien bei älteren Personen belegen signifikante Interaktionen zwischen dem Ernährungsstatus von Vitamin B6 und Riboflavin. Die Synthese der Niacin-enthaltenen Co-Enzyme, NAD und NADP, aus der Aminosäure Tryptophan, erfordert ein FAD-abhängiges Enzym. Ein ausgeprägter Riboflavin-Mangel kann die Umwandlung des Tryptophans zu NAD und NADP verringern und somit die Gefahr eines Niacin-Mangels erhöhen. Methylen-Tetra-Hydro-Folat-Reduktase (MTHFR) ist ein FAD-abhängiges Enzym, das eine wichtige Rolle spielt, ein spezifisches Folat-Co-Enzym zu erhalten. Dieses ist erforderlich, um Methionin aus Homocystein zu bilden.

Wie auch bei anderen B-Vitaminen ist eine erhöhte Riboflavin-Zufuhr mit einem verringerten Homocystein-Plasmaserumspiegel verbunden. Es gilt als bewiesen, dass erhöhte Riboflavin-Plasmaserumspiegel mit gleichzeitig verringerten Homocystein-Konzentrationen hauptsächlich bei Personen festzustellen sind, die für die C677T Polymorphie des MTHFR Gens homozygot waren und deren Folat-Zufuhr niedrig war. Solche Resultate veranschaulichen die komplizierten Interaktionen zwischen genetischen und diätetischen Faktoren.

Eisen

Ein Riboflavin-Mangel wirkt sich eindeutig negativ auf den Eisen-Metabolismus aus. Obgleich der Mechanismus bisher nicht geklärt wurde, konnte bei Tieren belegt werden, dass ein Riboflavin-Mangel die Eisenabsorption behindert, den intestinalen Verlust des Eisens erhöht und/oder die Eisenanbindung für die Synthese des Hämoglobins behindert. Beim Menschen hat man festgestellt, dass ein verbesserter Riboflavin-Status ebenfalls das Hämoglobin-Niveau verbesserte. Bei Personen, die sowohl einen Riboflavin- als auch einen Eisenmangel haben, konnte durch die Korrektur des Riboflavin-Mangels ein besserer Erfolg der Eisen-Therapie bei einer Eisenmangelanämie erzielt werden.

     
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