Chrom
Interaktionen von Chrom mit anderen Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe):
Eisen
Chrom konkurriert mit Eisen um eine Bindungsstelle auf dem Eisentransportprotein, Transferrin. Dennoch hatte wissenschaftlichen Studien zu Folge die Ergänzung der Nahrung älterer Männer um 925 µg Chrom/Tag über 12 Wochen keinen signifikanten Effekt auf den Ernährungsstatus von Eisen.
Bei jüngeren Männern fand sich nach der zusätzlichen Gabe von 200 µg Chrom/Tag über 8 Wochen nur eine geringfügige Abnahme der Transferrin-Sättigung mit Eisen. Der Eisenüberschuss bei hereditärer (erblichbedingt) Hämochromatose (Eisenspeicherkranheit) kann den Chromtransport auf Grund der Konkurrenz um die Transferrin-Bindungsstelle behindern. Dieser Sachverhalt hat zu der Hypothese geführt, dass bei gleichzeitig bestehender hereditärer Hämochromatose der verringerte Chromtransport zu Diabetes mellitus führen kann.
Vitamin C
Bei Tieren lässt sich zeigen, dass bei gleichzeitiger Gabe von Vitamin C die Aufnahme von Chrom gesteigert wird. Eine kleine Studie bei drei Frauen belegte, dass bei einer Gabe von 1 mg Chrom und zusätzlich 100 mg Vitamin C der Plasma-Gehalt an Chrom höher war als bei alleiniger Gabe von 1 mg Chrom.
Kohlenhydrate
Kostformen mit einem hohen Gehalt an einfachen Zuckern – wie beispielsweise Saccharose – haben eine höhere Urinausscheidung von Chrom bei Erwachsenen zur Folge als Kostformen mit einem hohen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten. Dieser Effekt beruht auf der erhöhten Insulinausschüttung bei einfachen Zuckern gegenüber der bei komplexen Kohlenhydraten.
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