Chrom – Interaktionen

Chrom ist ein essentielles Spurenelement, das insbesondere bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels eine Rolle spielt, indem es die Wirkung von Insulin verstärkt. Die Interaktionen von Chrom mit anderen Nährstoffen können dessen Aufnahme, Transport und Effizienz beeinflussen [1-3]. Hier eine optimierte Darstellung dieser Interaktionen (Wechselwirkungen), geordnet nach ihrer Relevanz:

Vitamin C

  • Aufnahme von Chrom: Forschungsergebnisse aus Tierstudien zeigen, dass Vitamin C die Aufnahme von Chrom im Körper verbessern kann. Vitamin C könnte somit die Bioverfügbarkeit von Chrom erhöhen, was insbesondere für die Supplementierung von Bedeutung sein kann.

Eisen

  • Konkurrenz um Transferrin: Chrom und Eisen konkurrieren um Bindungsstellen auf dem Eisentransportprotein Transferrin. Obwohl Studien bei älteren Männern keinen signifikanten Einfluss von Chromsupplementierung auf den Eisenstatus zeigten, wurde bei jüngeren Männern eine leichte Abnahme der Transferrinsättigung beobachtet. Dies deutet darauf hin, dass die Wechselwirkung zwischen Chrom und Eisen besonders bei hohen Eisenspiegeln, wie sie bei hereditärer Hämochromatose vorkommen, relevant sein könnte.
  • Mögliche Auswirkungen auf Diabetes: Bei Vorliegen einer hereditären Hämochromatose könnte der verringerte Chromtransport aufgrund der Konkurrenz um Transferrin dazu beitragen, dass sich Diabetes mellitus entwickelt.

Kohlenhydrate

  • Effekt auf Chromausscheidung: Diäten mit hohem Anteil an einfachen Zuckern, wie Saccharose, führen zu einer erhöhten Chromausscheidung im Urin im Vergleich zu Diäten, die reich an komplexen Kohlenhydraten sind. Dies liegt vermutlich an der unterschiedlichen Insulinausschüttung, die durch die verschiedenen Zuckerarten ausgelöst wird. Höhere Insulinspiegel bei einfachen Zuckern können zu einem verstärkten Chromverlust führen.

Ergänzende Überlegungen

  • Zink: Ähnlich wie Eisen könnte auch Zink mit Chrom um Transportwege konkurrieren, da beide Spurenelemente ähnliche Transportmechanismen im Körper nutzen können.
  • Magnesium: Da Magnesium und Chrom beide bei der Insulinregulation eine Rolle spielen, könnte ein ausreichender Magnesiumstatus die Effektivität von Chrom in seiner Rolle als Glukosetoleranzfaktor unterstützen.

Literatur

  1. Hahn A, Ströhle A & Wolters M (2023). Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie (4. Auflage). Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
  2. Matissek R, Hahn A (2023). Lebensmittelchemie (10. Aufl.). Springer Verlag
  3. Biesalski HK (2024). Vitamine, Spurenelemente und Minerale. Indikationen, Diagnostik, Therapie. (3. Auflage). Thieme Verlag