Der Körper ist somit auf die tägliche Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Vitamine und deren Vorstufen – so genannte Pro-Vitamine – sind demnach essentielle, das heißt lebensnotwendige, Nahrungsbestandteile.
Im Gegensatz zu Nährstoffen (Makronährstoffe) dienen Vitamine nicht als Baumaterial oder als Energielieferant, sondern übernehmen im Wesentlichen enzymatische/katalytische – das heißt stoffwechselbeschleunigende – und steuernde Aufgaben bei zahlreichen Prozessen unseres Körpers.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen Vitamin C und der Vitamin-B-Komplex. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen Vitamin A, D, E, und K.
Vitamine sind je nach Löslichkeit in pflanzlichen oder tierischen Lebensmitteln enthalten. Fettlösliche Vitamine können beispielsweise besonders gut mit den Fetten unserer Nahrung aufgenommen werden.
Ein Lebensmittel, das alle Vitalstoffe in einer für den Menschen optimalen Menge und Zusammensetzung enthält, gibt es nicht. Aus diesem Grunde ist eine ausreichende Vitalstoffversorgung nur durch eine vollwertige Mischkost-Ernährung möglich. Die allgemeine Verfügbarkeit eines reichhaltigen, vollwertigen Lebensmittelangebots garantiert jedoch nicht immer eine ausreichende individuelle Vitalstoff-Zufuhr.
Eine nicht ausreichende Vitalstoff-Zufuhr kann beispielsweise durch eine falsche Speisenzubereitung, Ernährungsweise etc. bedingt sein oder durch einen individuellen Vitalstoff-Mehrbedarfs verursacht werden.
Achtung!
Nach den für die Bundesrepublik Deutschland vorliegenden Daten über die Versorgungssituation von Frauen mit Vitaminen ist die Zufuhr für Beta-Carotin, Vitamin D, Vitamin E und Biotin nicht optimal [1].
Die vorliegenden Daten über die Versorgungssituation von Männern deuten auf eine nicht optimale Zufuhr für Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin D hin [1].
Literatur
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Domke A., Großklaus R., Niemann B., Przyrembel H., Richter K., Schmidt E., Weißenborn A., Wörner B., Ziegenhagen R. (Hrsg.)
Verwendung von Vitaminen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte Teil 1. 29-101, 225-234
BfR-Hausdruckerei Dahlem, 2004










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