Probiotika – Interaktionen

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die, wenn sie in angemessenen Mengen eingenommen werden, gesundheitliche Vorteile bieten. Sie interagieren auf vielfältige Weise mit Mikronährstoffen, anderen Wirkstoffen und Arzneimitteln. Die Kenntnis dieser Wechselwirkungen ist wichtig, um die volle Wirksamkeit und Sicherheit der Probiotika zu gewährleisten.

Interaktionen mit Mikronährstoffen

  • Vitamin-Synthese: Einige probiotische Stämme können Vitamine wie Vitamin B12, Folsäure und Vitamin K im Darm synthetisieren. Diese Aktivität kann den Bedarf an diesen Vitaminen bei Personen, die nicht genug durch ihre Ernährung aufnehmen, unterstützen.
  • Mineralstoff-Absorption: Probiotika können die Absorption wichtiger Mineralien wie Calcium, Magnesium und Eisen fördern. Sie tun dies durch die Produktion organischer Säuren, die Mineralien löslicher und leichter absorbierbar machen.

Interaktionen mit weiteren Wirkstoffen

  • Präbiotika: Probiotika wirken oft synergistisch mit Präbiotika, die als Nahrungsquellen für probiotische Bakterien dienen und deren Wachstum und Aktivität im Darm unterstützen.
  • Phytotherapeutika: Einige pflanzliche Präparate, insbesondere solche mit antimikrobiellen Eigenschaften, können die Wirksamkeit von Probiotika beeinträchtigen, indem sie die probiotischen Bakterien hemmen oder abtöten.
    Fazit: Probiotika-Zufuhr getrennt von der Einnahme von Phytotherapeutika.

Interaktionen mit Arzneimitteln

  • Antibiotika: Eine der wichtigsten Interaktionen ist die mit Antibiotika. Antibiotika können die probiotischen Mikroorganismen abtöten und dadurch ihre Wirksamkeit verringern. Es wird empfohlen, Probiotika einige Stunden vor oder nach der Einnahme von Antibiotika zu konsumieren.
  • Immunsuppressiva: Bei Personen, die Immunsuppressiva verwenden, könnten Probiotika das Risiko für Infektionen erhöhen. In solchen Fällen sollte die Einnahme von Probiotika unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
  • Protonenpumpenhemmer (Magensäureblocker): Medikamente, die den pH-Wert des Magens erhöhen, können die Überlebensrate von probiotischen Bakterien während ihrer Passage durch den Magen verbessern und damit ihre Wirksamkeit erhöhen.