Pantothensäure (Vitamin B5) – Versorgungssituation

In der Nationalen Verzehrsstudie II (2008) wurde Pantothensäure nicht erfasst. Bezüglich der Zufuhr von Pantothensäure in der deutschen Bevölkerung existieren Daten aus dem Ernährungsbericht 2004 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Diese Daten zur Pantothensäure-Zufuhr beruhen auf Schätzungen und geben nur die mittlere Zufuhr wieder. Aussagen zu schlechter versorgten Männern und Frauen unterhalb des Mittelwertes lassen sich nicht treffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass in der deutschen Bevölkerung keine Unterversorgung an Pantothensäure besteht.

Zur Versorgungssituation lässt sich feststellen:

  • Im Durchschnitt nimmt die deutsche Bevölkerung die empfohlene Zufuhrmenge für Pantothensäure annähernd auf.
  • Frauen nehmen mit 4,5 mg pro Tag im Mittel weniger Pantothensäure auf als Männer (5 mg).
  • Frauen in der Altersgruppe 19-25 Jahre fehlen im Mittel 0,5 mg Pantothensäure. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 10 % der empfohlenen Zufuhr.
  • Schwangere haben keinen Mehrbedarf an Pantothensäure gegenüber ihren nicht-schwangeren Altersgenossen.
  • Stillende haben einen Mehrbedarf von 2 mg Pantothensäure gegenüber ihren nicht-stillenden Altersgenossen. Ihnen fehlen folglich im Mittel 2,5 mg Pantothensäure. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von ca. 36 % der empfohlenen Zufuhr.

Da sich die Zufuhr-Empfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann ein individueller Mehrbedarf (z. B. wg. Ernährungsweise, Genussmittelkonsums, Dauermedikation etc.) über den Zufuhr-Empfehlungen der DGE liegen.

Literatur

  1. Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Hrsg.); Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht, Teil 2; Karlsruhe, 2008
  2. Hahn A, Ströhle A & Wolters M (2023). Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie (4. Auflage). Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft