Lebensmittel

Ginkgo biloba wird überwiegend in Form standardisierter Blattextrakte als pflanzliches Arzneimittel oder als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. In einigen Regionen Asiens werden die getrockneten Blätter zudem als Tee aufgegossen. Der traditionelle Verzehr konzentriert sich jedoch vor allem auf die Samen, die insbesondere in der chinesischen und japanischen Küche geröstet, gekocht oder als Zutat verschiedener Speisen verwendet werden [1].

Ginkgosamen enthalten das sogenannte Ginkgotoxin 4′-O-Methylpyridoxin, das den Vitamin-B6-Stoffwechsel beeinträchtigen kann. Ein übermäßiger Verzehr kann daher unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Krampfanfälle auslösen. Auch durch Erhitzen wird der Stoff nicht vollständig entfernt, weshalb Ginkgosamen nur in begrenzten Mengen verzehrt werden sollten [1, 2].

In Europa spielt Ginkgo als herkömmliches Lebensmittel kaum eine Rolle. Er ist hier vorwiegend in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, Teezubereitungen und standardisierten pflanzlichen Arzneimitteln erhältlich. Für diese Produkte werden in der Regel Extrakte aus den getrockneten Ginkgoblättern eingesetzt.

Literatur

  1. Liu Y, Xin H, Zhang Y, Che F, Shen N, Cui Y. Leaves, seeds and exocarp of Ginkgo biloba L. (Ginkgoaceae): A Comprehensive Review of Traditional Uses, phytochemistry, pharmacology, resource utilization and toxicity. J Ethnopharmacol. 2022 Nov 15;298:115645. doi: 10.1016/j.jep.2022.115645.
  2. Kajiyama Y, Fujii K, Takeuchi H, Manabe Y. Ginkgo seed poisoning. Pediatrics. 2002 Feb;109(2):325-7. doi: 10.1542/peds.109.2.325.